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Dreizehn

Und die morsche Uhr schlägt Dreizehn,

Donnert durch das alte Haus;

Wände zittern, Planken splittern,

Winde hebeln Lichter aus,

Als der goldne Bauch sich öffnet;

Matter Schein wie grünes Gift

Flutet Ängste in das Zimmer,

Färbt die Seele grau und trist.

 

Leid und Schmerz ziehen sich Bahnen

Kalter Venen durch die Tür -

Durch die Steine der Gebeine

Deines Turmes hoch zu Dir;

Und ein Menschlein kreischt und fleht,

Jammert, weil es nicht versteht,

Wie ein Gott kann grausam sein,

Schuf er doch den Menschenschein.

 

Nicht das Menschlein doch die Zeit

Scheint so rein, scheint allein!

Scheint er Dir doch schlicht die Antwort

Auf die Frage nach dem Sein:

Denn so siecht und stirbt das Leben,

Seit dem ersten Schlag der Uhr,

Denn es kann sich nichts erheben,

Gegen Ursprung und Natur.

 

Und zuletzt bleibt übrig nur,

Ein kalter Geist der morschen Uhr.

 

 

 

Itheferi

3.12.08 21:16
 


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