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Rabengrab

Wächter meiner Nahbarkeit,
Meiner eitlen Unvernunft,
Meiner Liebe, meiner Leiden,
Meiner müden Dichterskunst.

Schwarz gefiedert, starre Blicke
Wachen auf dem alten Grab,
Wo ich einst, nebst stillen Leiden,
Meiner Träume Tod erlag.
Nur mein Geist, vermiss ihn nicht!
Nur ein Schatten seiner selbst,
Nur ein Hauch von alten Tagen
Einer Rose - lang verwelkt.

Und die Raben hocken schweigend,
Auf des Wandrers alter Lust.
Krächzen ihren stummen Reigen
Leis im Takt der meinen Brust:
Einst da saß ich neben ihnen,
Als ein Rabe auf dem Baum,
Doch ich summte andre Lieder,
Summte laut hinaus den Traum.

Ein Rabe war ich: Starrer Blick.
Schwarz gefiedert, schwarz kaschiert.
Blind bin ich im eitlen Fieber
Meinen Leiden vormarschiert -
Doch ein Blinder sitzt nie einsam
Auf des Baumes hohen Ast,
Raben sägen stets gemeinsam,
Sind sich selbst die größte Last.

Von Zeit zu Zeit da falln die Raben
Von den Ästen ihres Traums.
Nicht mehr fliegend, nicht mehr gleitend,
Stürzend in den grauen Saum.

War man erst blind, sah man erst schwarz,
Und sieht das graue Grab erblühn,
So lernt man schätzen, was erst war
Ein düstres Schwarz, dann graues Grün.

 

 

 

Itheferi

5.1.09 23:39
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kathi / Website (6.1.09 15:19)
Danke für dein Kommentar auf meinem Blog! Freut mich, dass dir meine kleine Szene gefallen hat.
Die Gedichte hier auf dem Blog sind toll, sehr ausdrucksvoll. Ich werde auf jeden Fall noch öfter hier vorbeischauen.
lg Kathi

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